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DIE 5 MEISTGESTELLTEN FRAGEN

UND DEREN ANTWORTEN

So rechnen Sie die richtige Kapazität für ihre Energy Bull aus.

Ein Beispiel: Sie suchen eine Versorgungsbatterie für Ihr Elektro-Boot. In einem 24V-Bordnetz kommt ein 600W starker E-Motor zum Einsatz. Zusätzlich müssen ein Radio, diverse Positionslichter und ein Echolot mit Strom versorgt werden (zusammen 50W). Sie wollen eine Autonomie von 5 Stunden haben.

 

Diese Werte werden nun in die Formel

Watt : Volt = Ampere x Stunden x Sicherheitsfaktor = Gesamtkapazität in Ah eingesetzt, also: 650 : 24 = 27 x 5 x 1,7 = 230Ah (K20)

 

Der Sicherheitsfaktor sollte standardmäßig, bei Nassbatterien, mit 70% angesetzt werden (bei Rekombinationsbatterien, sprich AGM und Gel mit 30%). Im vorliegenden Fall würden wir Ihnen den Einsatz von zwei Energy Bull 968 01 (jeweils 230Ah), die Sie in Serie schalten, empfehlen.

 

Die richtige Batterie für den Einsatz im Wohnmobil zu finden ist nicht gerade einfach. Nachstehend ein paar Erklärungen um die Energy Bull und die alternativen Möglichkeiten ein wenig näher zu bringen.

 

Ladung: Achten Sie auf eine entsprechende Dimensionierung der Zuleitung (zur Minimierung der Spannungsverluste). Die Ladespannung für Energy Bull Batterien sollte 14,2 - 14,4V betragen. Der Ladestrom sollte, im Sinne einer entsprechenden Lebensdauer der Batterie, den 5 fachen Nennstrom* (siehe Berechnung nachstehend) nicht übersteigen. In Summe ist die Energy Bull eine gute Zyklenbatterie welche ziemlich viel (gegenüber Gel oder AGM Batterien) verzeiht. Der "Nachteil" von Energy Bull Batterien gegenüber AGM oder Gel Batterien liegt in der Wartung. Eine regelmäßige Kontrolle des Elektrolytstandes ist während der Nutzung der Energy Bull Batterie unbedingt durchzuführen. Während intensiver Nutzung (Campingbetrieb) sollte dies im Monatsrythmus durchgeführt werden, ansonsten reicht eine quartalsweise bzw. halbjährliche Wartung aus. Gel bzw. AGM Batterien sind wartungsfrei. Preis und Unempfindlichkeit gegenüber höheren Temperaturen und höheren Ladespannungen sprechen für die Energy Bull.

 

Solar: Achten Sie bei der Solarzelle auf einen entsprechend "guten" Regler. Idealerweise hat dieser PWM (Puls-Weiten-Modulation), eine Temperaturkompensation und frei wählbare Parameter (Ladespannung,..).

 

Entladung: Wechselrichter verlangen der Batterie einiges an Entladeströmen ab. Energy Bull Batterien und Gel Batterien sind prinzipiell nicht für Hochstromentladungen (>40 facher Nennstrom*, für >1min) geeignet. Sollten Sie höhere Entladeströme benötigen empfiehlt sich die Verwendung einer AGM Batterie (Running Bull). *--> Berechnung des Nennstromes nachstehend !

 

Kapazität: Idealerweise werden die Batterien mit nur niedrigen Entladetiefen betrieben. Eine Blei- Säure Batterie schafft einen gewissen Kapazitätsumsatz (=Anzahl der Umsätze der Nennkapazität). Desto flacher der Zyklus desto höher die Anzahl der möglichen Wiederholungen. Punkto Zyklenfähigkeit bietet, bei entsprechend behutsamer Behandlung, die Gel Batterie eine ungefähr doppelt so hohe Lebensdauer wie die Energy Bull. 

 

Entgasung: Falls der Batterieverbau im Innenraum des Fahrzeuges erfolgt ist die Batterie mit einem Entgasungsschlauch, welcher nach außen abgeleitet wird, zu versehen. Bitte achten Sie bei der Batteriewahl auf eine Type welche einen Zentralentgasungs-Anschluss besitzt. --> Somit können die bei der Ladung entstehenden Gase (Wasserstoff und Sauerstoff) nach außen abgeleitet werden. AGM und Gel Batterien gasen während des normalen Betriebszustandes nicht (Ausnahme: Defekt am Ladegerät oder an der Batterie). Die Verwendung eines Entgasungsschlauches muss jedoch, im Sinne der Sicherheit, durchgeführt werden. Energy Bull Batterien gasen während des normalen Betriebes, ein Entgasungsschlauch ist unbedingt zu verwenden.

 

*Berechnung Nennstrom: Bsp.: 100Ah (K20) Energy Bull 95751 Nennstrom (In) = 100 Ah : 20 h = 5A Maximaler Ladestrom = 5 x In = 25A

Aufgrund unserer Erfahrung wissen wir, dass eine ausreichende Ladung während der Fahrt leider nur sehr eingeschränkt möglich ist. Besonders im Sommer (Klima läuft auf Hochtouren, Licht ist eingeschaltet, Radio läuft, Kühlschrank läuft,...) bleibt für eine Vollladung einer Batterie nur mehr wenig Strom übrig. In manchen fällen müssen die Wohnraumbatterien sogar das Bordnetz stützen....

 

Ein guter Weg ist die Verwendung eines B2B Ladegerätes. Diese Geräte schaffen es zumindest die Ladespannung auf ein vernünftiges Maß anzuheben.

 

Sind Ihre Batterien z.Bsp. zu ca. 50% entladen (95Ah fehlen) müssen ca. 105Ah nachgeladen werden um die Batterien voll zu bekommen.

Im besten Fall bleiben für die Wohnraumbatterie 15A (im Schnitt) übrig. Zur Vollladung müssten Sie nun Ihr Fahrzeug für mindestens 7h (!) bewegen.

 

Um die maximale Lebensdauer aus den Batterien zu holen achten Sie bitte auf die vollständige Trennung vom Bordnetz während der Stehzeit (>7 Tage) des Wohnmobils. --> Vorher sollte noch eine entsprechende Vollladung der Batterie erfolgen.

Prinzipiell ist eine AGM Batterie nicht für den "auf der Seite liegenden Einsatz" angedacht. Aufgrund Ihrer Konstruktion kann die AGM jedoch auch in Seitenlage betrieben werden. Siehe Bild Menzi Muck Schreitbagger. Es sollte jedoch der Verbau eines Entgasungsschlauches (aus Sicherheitsgründen) vorgenommen werden. Im ungünstigsten Fall (Schaden am Ladegerät oder an der Batterie) kann Säure, bedingt durch die Seitenlage, leichter nach außen gelangen.

 

Je nach Anwendung (Starterbatterie,...) kann es jedoch zu leichten Einschränkungen bei der Lebensdauer kommen.

Menzi Muck Schreitbagger mit Banner Running Bull AGM Batterien

– Bei Nassbatterien vor dem Laden Elektrolytstand kontrollieren und falls erforderlich entmineralisiertes oder destilliertes Wasser bis zur max. Säurestandsmarke bzw. 15 mm über die Plattenoberkante auffüllen.

 

Sollte die Batterie zum Nachladen ausgebaut werden um Schäden am Fahrzeug zu vermeiden? Bitte achten Sie auf die Type des Ladegerätes. Vielfach finden sich in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugherstellers bzw. in jener des Ladegeräteherstellers wertvolle Tipps zum Laden im Fahrzeug. Generell gilt dass vollautomatische Ladegeräte (Ladespannungsbegrenzung mit 14,8V) für die Ladung der im Fahrzeug verbauten Batterie gut geeignet sind.

Sollte Ihr Ladegerät einen automatischen Modus mit Spannungen >15,9V haben ist die Batterie unbedingt von der Bordelektronik zu trennen bzw. aus dem Fahrzeug auszubauen. Im schlimmsten Fall könnten die verbauten Steuergeräte durch Überspannungen zerstört werden, der dadurch entstandene Schaden wäre enorm! Achtung: Hinweise des Fahrzeugherstellers beim Abklemmen beachten.

 

– Batterien dürfen nur mit Gleichstrom geladen werden. Pluspol (+) der Batterie mit dem Pluspol (+) des Ladegeräts und Minuspol (-) mit Minuspol (-) des Ladegeräts verbinden.

– Ladegerät erst nach dem Anschluß der Batterie einschalten. Bei Ende der Ladung erst das Ladegerät abschalten.

– Als Ladestrom wird ein Zehntel der Kapazität empfohlen. (z.B. 44 Ah: 10 = 4,4 A Ladestrom).

– Die Säuretemperatur darf während der Ladung 55 Grad C nicht übersteigen. Bei Überschreitung ist die Ladung zu unterbrechen.

– Beim Laden für gute Belüftung sorgen.

- Die Verschraubungen der Batterien müssen nicht geöffnet werden.

- Beachten Sie, dass die 1,2fache der entnommenen Kapazität wieder retour geladen werden muss. (z.B.: entnommene Kapazität 30Ah --> Rückladung 36Ah!)

- Die Ladung ist beendet, wenn der Strom gegen 0 geht bzw. nicht mehr abnimmt oder das Automatikladegerät abschaltet.

 

Für tiefentladene Nassbatterien wird eine Ladespannung von 16V empfohlen (Batterie unbedingt von der Bordelektronik trennen)!

 

Achtung: Während der Ladung bildet sich hochexplosives Knallgas! Feuer, Funken, offenes Licht und Rauchen verboten!

 

Running Bull AGM/BackUp: Unbedingt mit spannungsgeregeltem Ladegerät laden (max. 14,8V)! Die Verwendung herkömmlicher, nicht spannungsgeregelter, Ladegeräte zerstört die Batterie durch Überladung und verursacht ein Entweichen des Elektrolytes!